Repräsentationen des Holocaust. Vom Gedenken zur Trivialisierung

Sommersemester 2022

Repräsentationen des Holocaust. Vom Gedenken zur Trivialisierung

Prof. Lisa Silverman PhD
Übung, 25. April 2022 bis 11. Juli 2022, montags, 10–12 Uhr

Der Begriff Holocaust ist nicht nur eine Bezeichnung für den bekanntesten Völkermord des 20. Jahrhunderts. Es ist zu einem geläufigen Wort für ein Ereignis geworden, das in seiner Größe und Reichweite seinesgleichen sucht und als paradigmatisch für die Darstellung anderer großer Katastrophen gilt. In dieser Übung werden einige der bedeutendsten und provokativsten Werke der Holocaust-Repräsentation untersucht. Analysiert werden auch kritische Debatten über unterschiedlichste Versuche den Holocaust darzustellen, aufzuzeichnen und zu erinnern. Wie haben sich Filme, Poesie, Romane, Berichte, Gedenkstätten, Kunstwerke, Museen und Videospiele, die unser Verständnis des Holocaust sowohl prägen als auch reflektieren, seit 1945 verändert? Gibt es ungeschriebene Regeln und Standards, die die Darstellung des Holocaust prägen? Wie wird der Abschied von den Zeitzeugen die Darstellung des Holocaust verändern? Wie beeinflussen Repräsentationen des Holocaust den Diskurs von Trauma und Leid, der zu einem festen Bestandteil der Alltagskultur und -politik geworden ist?

Die Anmeldung ist ab dem 1. März 2022 über OLAT möglich: https://olat-ce.server.uni-frankfurt.de/olat/auth/RepositoryEntry/14011138056 Die Zahl der Teilnehmenden ist auf 25 begrenzt. Eine Warteliste ist eingerichtet.

HINWEIS: Die Übung beginnt am 25.04.2022!

Einführende Literatur: Hannah Arendt, Eichmann in Jerusalem. Ein Bericht von der Banalität des Bösen, München 2014; Ruth Klüger, weiter leben. Eine Jugend, München 2020; Art Spiegelman, Die vollständige Maus, Frankfurt am Main 2008.

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