Unternehmensregulierung und kollektiver Rechtsschutz_SS_2022

Sommersemester 2022

Unternehmensregulierung und kollektiver Rechtsschutz_SS_2022

In den vergangenen Jahren ist das Phänomen „Regulierung durch Privatrecht“ zunehmend in den Fokus von Gesetzgebung und Rechtswissenschaft geraten. Dieses Phänomen betrifft dabei vor allem das Wirtschafts- und Unternehmensrecht. Anstelle hoheitlicher Normdurchsetzung durch Behörden werden private Kläger dazu aktiviert, privatrechtliche Klagen zu erheben, die auf Durchsetzung relevanter wirtschaftsrechtlicher Normen zielen. Wesentliches Instrument hierfür sind Kollektivklagen. Beispiele von Kollektivklagen betreffen das Kapitalmarktrecht (KapMuG), ferner die Musterfeststellungsklage sowie neuerdings die EU-Verbandsklagenrichtlinie, die für weite Bereiche des Privat- und Wirtschaftsrechts Verbandsklagrechte vorsieht. Durch die Einführung kollektiver Rechtsschutzinstrumente haben der deutsche und europäische Gesetzgeber eine Rechtsentwicklung aus den USA rezipiert, die dort bereits seit einigen Jahrzehnten das Wirtschafts- und Privatrecht unter der Bezeichnung private law enforcement prägt. Das Seminar geht den beschriebenen Rechtsentwicklungen einschließlich ihrer theoretischen Grundlagen nach und fragt nach den Chancen und Risiken, die sich dadurch für die zukünftige Gestaltung des Unternehmens- und Wirtschaftsrechts ergeben.

Zeit und Ort: Das Seminar wird als Blockveranstaltung am Donnerstag, 14. Juli 2022 und Freitag, 15. Juli 2022 im HoF 3.45/ Sydney stattfinden. Die Teilnahme an beiden Tagen ist Pflicht.

Leistungsnachweis: Seminararbeit

Abgabe der Seminararbeit:  Abgabetermin für die Seminararbeiten ist Freitag, 3. Juni 2022. Die Abgabe erfolgt durch Einwurf ins Postfach im House of Finance (Postfach 22), durch fristwahrenden Poststempel oder Abgabe im Sekretariat von Prof. Tröger bis 12:00 Uhr.

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