Das Recht der liberalen Gesellschaft

Sommersemester 2022

Das Recht der liberalen Gesellschaft

Das moderne westliche Recht ist in seiner Entstehungsgeschichte durch eine allmähliche Distanzierung von zentralisierten Formen sozialer Kontrolle gekennzeichnet, um Freiheits- und persönliche Selbstentfaltungsräume für die Erprobung neuer gesellschaftlicher Erfahrungen auf individueller und institutioneller Ebene zu gewährleisten. In jüngster Zeit wird jedoch etwa in der Philosophie, in den Sozialwissenschaften, in den Kulturwissenschaften und insbesondere in den Massenmedien diese Dimension des Schutzes der Kreativität und der Generierung neuer Möglichkeiten und Variationen mehr und mehr verdrängt durch eine unterstützende Dominanz einer grundsätzlich kritischen Beschreibung des gegenwärtigen Wirtschaftssystems bzw. Kapitalismus, ohne jedoch einen konkreten Ausweg in Richtung eines neuen Modells zu postulieren. 

In unserem rechtstheoretischen Kolloquium im Sommersemester 2022 sollen die Wurzeln der modernen Gesellschaft und die Rolle des Rechts bei der Sicherung der individuellen Freiheiten diskutiert werden. Wie die moderne Gesellschaft ist auch der moderne Liberalismus mit Ambivalenzen und einem ständigen Bedarf an Korrekturen behaftet und aus diesem Grund will das Kolloquium die grundlegende Rolle des Rechts beim Aufbau der heutigen liberalen Demokratien untersuchen.

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