Umkämpfte Demokratie in Europa. Geschlechterhistorische Perspektiven auf den Aufstieg des Autoritari
Dr. Veronika Duma
Umkämpfte Demokratie in Europa. Geschlechterhistorische Perspektiven auf den Aufstieg des Autoritarismus.
Übung, 20.04.2026 bis 13.07.2026, Mo 14:00 bis 16:00 RAUM
| Seminarpavillon Westend - SP 0.01 |
Der Aufstieg autoritärer Politikformen sowie die zunehmende Infragestellung demokratischer Errungenschaften haben insbesondere in den Sozialwissenschaften zu einer verstärkten wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Phänomen des Autoritarismus geführt. Die Übung nähert sich diesem Themenfeld aus einer geschlechterhistorischen Perspektive. Eine Gemeinsamkeit autoritärer Bewegungen und Regierungen über verschiedene historische Konstellationen hinweg ist die Konstruktion von Geschlechtergleichheit und -vielfalt als ideologische Bedrohung. Inwiefern können Mobilisierungen gegen Geschlechtergleichheit und -vielfalt als Indikatoren antidemokratischer Projekte verstanden werden? Die Übung nimmt die wechselseitigen Verschränkungen von Angriffen auf die Demokratie, auf Geschlechtergerechtigkeit und den Aufstieg des Autoritarismus den Blick und verortet diese Entwicklungen in einem historischen und vergleichenden Kontext.
Die Anmeldung ist ab dem 1. März 2026 über OLAT möglich
Einführende Literatur:
Heinemann, Isabel/Stern, Alexandra Minna: Gender and Far-Right Nationalism. Historical and International Dimensions. Introduction, in: Journal of Modern European History 20 (2022) 3, 311–321.
Pető, Andrea: Gender and Illiberalism, in: András Sajó/Renáta Uitz/Stephen Holmes (eds.). Routledge Handbook of Illiberalism, New York 2021, 313–325.
Rathkolb, Oliver/Steinbacher, Sybille (eds.): Authoritarian Trends and Parliamentary Democracy in Europe, Göttingen 2025.