Sowjetische Kriegsgefangene in Deutschland – Deutsche Kriegsgefangene in der Sowjetunion. Geschichte
Im deutschen-sowjetischen Krieg 1941–1945 gerieten bis 5,7 Millionen Soldaten der Roten Armee in deutsche Gefangenschaft, die meisten von ihnen in den ersten beiden Jahres Krieges. Die Rote Armee wiederum nahm etwa drei Millionen Wehrmachtsoldaten gefangen, vor allem ab 1943. Die Kriegsgefangenen im Deutschen Reich und in der Sowjetunion gerieten in das Räderwerk eines entgrenzten Weltanschauungskrieges: »Kriegsgefangenschaft« ist in Deutschland wie auch in Russland bis heute ein Synonym für »Lager«, »Zwangsarbeit« und »Massensterben«: Von den sowjetischen Kriegsgefangenen in deutscher Hand kamen bis Mai 1945 bis zu 3,3 Millionen, von den Wehrmachtsoldaten in sowjetischen Gewahrsam rund eine Million ums Leben.
Die Übung befasst sich in vergleichender Perspektive mit dem Schicksal der sowjetischen und der deutschen Kriegsgefangenen, den Ursachen für dieses im Zweiten Weltkrieg in Europa beispiellose Massensterben unter ihnen und die Erinnerung an sie.