Altorientalische Palastanlagen
Proseminar
Dirk Wicke
Die Institution des Palastes als politische und vor allem auch ökonomische Macht manifestiert sich in den ersten repräsentativen Bauwerken mit monumentalem Charakter ab dem frühen 3. Jt. v. Chr. in Mesopotamien. Hier bilden sich in Süd- und Nordmesopotamien unterschiedliche Formen palatialer Bauwerke heraus, die im Laufe des Proseminars vorgestellt und besprochen werden sollen. Den Schwerpunkt bilden hier die mesopotamischen Anlagen, wobei die unterschiedlichen Regionen (Anatolien, Syrien, Mesopotamien, SW-Iran) vergleichend behandelt werden.
Die Teilnehmer sollen die baulichen Elemente der altorientalischen Palastarchitektur erkennen und differenzieren lernen. Die Techniken der Baubeschreibung sollen erweitert werden. Die Vorstellung relevanter Bauwerke soll den Umgang mit archäologischen Ausgrabungsberichten und deren Interpretation schulen.
Einführende Literatur
J. Bretschneider – J. Driessen (Hgg.), Power and architecture. Monumental public architecture in the Bronze Age. OLA 156. Leiven (2007).
E. Heinrich, Die Paläste im Alten Mesopotamien. Berlin (1984).
J. Margueron, Recherches sur les palais mésopotamienne del’âge du bronze. Paris (1982).
P. Garelli (Hg.), Le palais et la royauté. Paris (1974).
E. Lipiński (Hrsg.), State and Temple Economy in the Ancient Near East. OLA 5-6. Leuven (1979).
P. Miglus – D. Kertai (Hrsg.), New research on Late Assyrian Palaces. HSAO 15. Heidelberg (2013).
D. Kertai, The Assyrian Royal Palaces. Oxford (2015).
I. Nielsen (Hrsg.), The Royal Palace Institution in the first millennium BC. Aarhus (2001).
D. Wicke (Hrsg.), Der Palast im antiken und islamischen Orient. ICDOG 9. Wiesbaden (2019).