Zur Rezeption von Ovids Metamorphosen
Zur Rezeption von Ovids Metamorphosen in der Kunst
LEITUNG: Dr. Johanna Scherb
TERMIN: Di 16:00–18:00 Uhr
RAUM: H 5, Campus Bockenheim
VERANSTALTUNGSFORM: Seminar, Präsenzveranstaltung
Der römische Dichter Ovid erzählt keine neuen, sondern bereits bekannte Geschichten. Das erlaubt ihm, zu verknappen, wo es ihm beliebt, und auszuschmücken, wann er es für sinnvoll erachtet. Zu einer überdauernden Quelle für die nachantiken Künste sind seine Metamorphosen insbesondere durch den sicheren Zugriff auf die charakterlichen Dispositionen und emotionalen Lagen der Akteure
geworden, die er mit einer guten Dosis Ironie präsentiert. Wir werden im Seminar die bildgeschichtlichen Hauptphasen der Ovid-Rezeption behandeln: die Christianisierung, die humanistische Zurichtung und die im 18. Jahrhundert einsetzende Loslösung vom antiken Erbe. Als bleibendes Thema begleitet uns dabei die Verwandlung als Herausforderung, Kraft und Vermögen der bildenden Kunst.
LITERATUR
• Holzberg, Niklas: Ovids Metamorphosen, München 2024