Mythos – Märe – Märchen
Mythos – Märe – Märchen. Vormoderne literarische Traditionsformen zur Welterklärung und Selbstvergewisserung
LEITUNG: Jörg Füllgrabe
TERMIN: Di 16:00–18:00 Uhr
RAUM: NM 102 Campus Bockenheim
VERANSTALTUNGSFORM: Seminar, Präsenzveranstaltung
Literatur wird seit geraumer Zeit tendenziell nur mehr als „Belletristik“ verstanden, die unterhält und im besten Fall gesellschaftskritische Obertöne aufweist; eine „Erklärung der Welt“ wird von ihr zumeist kaum mehr erwartet. Dies war in früheren kulturellen Epochen anders, in denen mündliche wie schriftliche Texte Erklärungsmuster für das Entstehen und Werden der Welt,Zuordnungsvorgaben gesellschaftlicher Art oder allgemeine soziale Handlungsmatrizes transportierten. In den drei literarischen Gattungen „Mythos“, „Märe“ sowie „Märchen“ lassen sich diese Aspekte beispielhaft fassen. Hierbei erscheint der Mythos am tiefgängigsten, das Märchen am unbeschwertesten – und doch lassen sich weitergehende dimensionale Räume in allen dreien beobachten.
• Brandt, Reinhard: Mythos und Mythologie, Berlin 2004
• Neuhaus, Stefan: Märchen, Tübingen 2015