Anprangern und Wegsperren. Narrheit und Wahnsinn als Thema der Kunst

Sommersemester 2026 Anprangern und Wegsperren. Narrheit und Wahnsinn als Thema der Kunst

Anprangern und Wegsperren. Narrheit und Wahnsinn als Thema der Kunst

LEITUNG: Johanna Scherb,  Viola Hildebrand-Schat
TERMIN: Di 10:00–12:00 Uhr
RAUM: SH 2.109 Campus Westend
VERANSTALTUNGSFORM: Seminar, Präsenzveranstaltung

Zweierlei hat Michel Foucault den Kulturwissenschaften mit auf den Weg gegeben: erstens, dass der Wahnsinn ein gesellschaftliches Phänomen ist, zweitens, dass das Irr-Sein mit dem Normal-Sein in einem engen Verhältnis steht. Dies versetzt uns in die Lage, bildliche Darstellungen von Verrückten als Zeugnisse der künstlerischen Verständigung mit grundlegenden Fragen menschlicher Existenz anzusehen und anzugehen. 

Die Narren Breughels und Velázquez‘ setzen wir in Bezug zu Gelehrten; Goyas Irrenverliese stellen wir in den Kontext religiöser Doktrinen; Géricaults Monomanen oszillieren zwischen wissenschaftlicher und empathischer Einlassung; Kirchner interessiert uns als Beispiel der Identifikation des Künstlers mit dem Pathologischen in der Moderne. 

LITERATUR
•  Foucault, Michel: Überwachen und Strafen. Die Geburt des Gefängnisses, Frankfurt 1976

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